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Gewinnungsbetriebe über Tage

Rohstoffgewinnung über Tage

Thüringen ist gut ausgestattet mit oberflächennahen Bodenschätzen. Jährlich werden in ca. 200 Steine-Erden-Betrieben rund 21 Millionen Tonnen mineralische Rohstoffe gewonnen. Welche Rohstoffe gewonnen werden, können Sie in aller Kürze hier erfahren. Weiterführende Informationen finden Sie auf der Seite Rohstoffgeologie.

  • Kies und Sand

    Die Hauptverbreitungsgebiete östliche Thüringen mit dem Altenburger Land und dem Saale-Holzlandkreis, die goldene Aue in Nordhausen, die Erfurter Tiefenrinne und die Werraaue. Ca. 7 Mio. Tonnen werden jährlich der Bauindustrie zur Verfügung gestellt. Die Qualitäten sind entsprechend der geologischen Herkunft sehr unterschiedlich. Gewonnen werden die Kiese/Kiessande mit unterschiedlichen Technologien. Vom Trockenabbau mittels Bagger bis hin zu Eimerkettenbaggern und schwimmenden Greifbaggern, die in bis zu 40 m tiefen Gewässern gewinnen, ist alles vertreten.

    Im Nachgang der Rohstoffgewinnung entstehen hochwertige neu gestaltete Landschaften, in denen Naturschutz, Erholung und Freizeitgestaltung in Einklang gebracht werden.

  • Ton- und Schluffstein

    Etwas weniger als 1 Mio. Tonnen Ton- und Schluffstein werden in Thüringen sowohl für die Ziegelproduktion als auch für bautechnische Zwecke (z.B. Deponiebau) verbraucht. Die regionale Verteilung in Thüringen ist verhältnismäßig gleichmäßig.

  • Gips und Anhydrit

    Thüringen verfügt über einen bedeutenden Anteil der bundesdeutschen Rohstoffvorräte. Im Südharz aber auch im Saale-Orla-Kreis werden insgesamt ca. 1,0 Mio Tonnen gewonnen.

    Insbesondere im Südharz besteht ein erhebliches Konfliktpotential zwischen der Rohstoffgewinnung und den Zielen des Naturschutzes und den Zielen der weiteren Tourismusentwicklung.

  • Festgestein

    Zu den Festgesteinen zählen die Hartgesteine und Kalkstein. Sind die Hartgesteine überwiegend Im Thüringer Wald, der Rhön und im Vogtland anzutreffen, gibt es Kalkstein im westlichen Thüringen bis in das Eichsfeld. Rund 9 Mio Tonnen werden als Straßenbaustoffe und als Zuschlagstoffe für die Beton- und Asphaltherstellung benötigt oder direkt zu Zement verarbeitet.

    Der überwiegende Teil der Festgesteinstagebaue wird anschließend einer naturschutzfachlichen Nutzung zugeführt.

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