Grundwassermessnetze

Die Überwachung des Grundwassers in Thüringen unterteilt sich bezüglich der Messnetze in zwei größere Themenbereiche. Zum einen in das Grundwassermessnetz Menge sowie das Grundwassermessnetz Beschaffenheit. Im Grundwassermessnetz Menge erfolgt die Erfassung der Grundwasserstände und Quellschüttungen, wohingegen beim Grundwassermessnetz Beschaffenheit die chemische Zusammensetzung im Vordergrund der regionalen Überwachung steht. Weiterhin existiert noch eine größere Anzahl an lokalen Messnetzen, bei denen unterschiedliche Gesichtspunkte wie beispielsweise eine objektbezogene Altlastenüberwachung berücksichtigt werden. Einzelne Grundwassermessstellen können dabei auch mehreren Messnetzen zugeordnet sein. Da die Messnetze für unterschiedlichste Fragestellungen benötigt werden, ist es wichtig, diese weiter auszubauen bzw. instand zu halten. Dazu werden permanent Maßnahmen ergriffen, unter die auch der Bau neuer Messstellen sowie die Erkundung und Sanierung bestehender Messstellen fallen.
In den Umweltthemen des Kartendienstes des TLUBN findet sich eine Darstellung der Messstellen für Grundwassergüte und -menge in der „Karte Grundwasser-Messstellen“.
Grundwassermessnetz Menge
Hierbei steht die Dokumentation der Grundwasserstände in den Grundwassermessstellen bzw. der Quellschüttungen in den einzelnen Quellen im Vordergrund. Im Thüringer Landesgrundwassermessnetz werden ca. 730 Messstellen betrieben, die zur kontinuierlichen Erfassung dieser Werte dienen. Die Messungen erfolgen je nach technischer Ausrüstung der Messstellen wöchentlich oder mehrmals täglich. Neben der Ausrüstung mit Datenloggern kommt verstärkt auch Fernübertragungstechnik zum Einsatz.
Die Ergebnisse der Mengenmessungen können über die Umweltthemen des Kartendienstes des TLUBN mittels „Abfrage Mengenmesswerte“ recherchiert werden.
Grundwassermessnetz Beschaffenheit
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Überwachung der chemischen Zusammensetzung des Grundwassers. Dabei liegt das Augenmerk auf der zeitlichen Entwicklung verschiedener Parameter, die auf natürliche oder anthropogene Einflüsse zurückzuführen sind. Die chemische Überwachung des Grundwassers wird in ca. 230 Gütemessstellen realisiert. Dazu erfolgt einmal jährlich eine Probenahme mit einem Untersuchungsspektrum auf ca. 250 Einzelparameter. Auf Grundlage der Analysen zeigen sich mögliche Verfehlungen der Umweltziele, beispielsweise durch eine Belastung mit Nitrat aus landwirtschaftlicher Nutzung.
Die Ergebnisse der Gütemessungen können über die Umweltthemen des Kartendienstes des TLUBN mittels „Abfrage Gütemesswerte“ recherchiert werden.
Weiterführende Links
- Kartendienst des TLUBN
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