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Klimawandel und Klimaresilienz
Fit für das Klima der Zukunft
Die Auswirkungen des Klimawandels zeigen sich global und auch in Thüringen. Die Thüringer Städte, Gemeinden und Landschaftsräume werden mit den Herausforderungen des Klimawandels zu tun haben. Von besonderer Bedeutung sind die steigende Temperaturen, mehr Niederschlag im Winter, mehr Trockenheit im Sommer und stärkere Wetterextreme wie Sturm, Hagel, Starkregen, Hitzewellen und Dürren. Um den Gefahren, die von zukünftigen Wetterereignissen für die menschliche Gesundheit und die Infrastruktur in Thüringen ausgehen, vorzubeugen, können Städte, Dörfer und Naturräume umgestaltet, umgebaut und neu organisiert werden. Ziel ist es Thüringen für die zu erwartenden Klimabedingungen widerstandsfähig (resilient) zu machen.
Um belastbare Aussagen über das zu erwartende Klima der Zukunft zu treffen, werden Klimaprojektionen verwendet. Aktuell müssen wir für die Projektion von der Annahme ausgehen, dass ein globaler Klimaschutz nicht zum Tragen kommt und global weiterhin Treibhausgase in wenig verminderter oder sogar zunehmender Menge emittiert werden (Klimaszenario RCP 8.5). Um Unsicherheiten zu berücksichtigen, werden verschiedene Modelle zur Berechnung des zukünftigen Klimas verwendet. So entstehen eine Vielzahl möglicher Klimaprojektionen, die gleichberechtigt nebeneinanderstehen.
Für das Mitteldeutsche Kernensemble (MDK) wurden sieben repräsentative Projektionen ausgewählt, welche belastbare Aussagen zur künftigen Entwicklung des Klimas in Mitteldeutschland bis zum Jahr 2100 zulassen. Üblicherweise werden Klimakenngrößen als Mittelwerte für einen Zeitraum von 30 Jahren angegeben, um Schwankungen und Ausreißer für einzelne Jahre zu relativieren. Damit sind die Angaben für das zukünftige zu erwartende Klima Mittelwerte und können in den einzelnen Jahren nach oben und nach unten deutlich abweichen.
Für Thüringen sind bis zum Ende des Jahrhunderts deutliche klimatologische Veränderungen zu erwarten. Kleinräumig kann es dabei zu Abweichungen kommen. So können Teile Thüringens auch mehr Niederschlag erwarten, während für den gesamten Freistaat mit mehr Trockenheit zu rechnen ist.
Klimadaten für Ihren Standort
Hier sehen Sie auf einen Blick, wie sich das Klima für Ihren Standort in naher und in ferner Zukunft entwickeln wird. Geben Sie ihre Adressdaten oder Koordinaten ein und Sie erhalten Werte für die Klimavariablen Hitze, Starkregen, Dürre, Überschwemmung, Blitzschlag, Hagel und Schnee für heute und für die Zukunft.
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Klimaresilienzprüfung in der EFRE Förderperiode 2021 -2027
Der Europäische Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) unterstützt verschiedene Infrastrukturprojekte in den EU-Mitgliedstaaten. Die geplanten Infrastrukturprojekte, welche durch EFRE-Mittel unterstützt werden, müssen sich einer Klimaverträglichkeitsprüfung und damit auch der Klimaresilienzprüfung unterziehen, wenn die geplanten Infrastrukturinvestitionen eine Lebensdauer von über fünf Jahren haben. Ziel der Resilienzprüfung ist es, die Widerstandsfähigkeit der Infrastrukturprojekte gegenüber den aktuellen und künftigen Auswirkungen des Klimawandels zu bewerten.
Das Excel-Tool zur Durchführung der Klimaverträglichkeitsprüfung mit Klimaresilienzprüfung können Sie am rechten Seitenrand unter „Downloads“ herunterladen.
Die Tabelle stellt die möglichen Klimavariablen und die Gefahreneinstufung für die Expositionsanalyse des Standorts in der Klimaresilienzprüfung dar. In der Resilienzprüfung sind mindestens die Klimavariablen Hitze, Starkregen, Überschwemmung, Dürre und Sturm hinsichtlich ihres Gefahrenpotenzials einzustufen.

In welchen Schritten erfolgt die Klimaresilienzprüfung in EFRE?
Die Prüfung der Klimaresilienz ermittelt die Klimaanfälligkeit und bewertet das Risiko für das Fördervorhaben. Durch gezielte Anpassungsmaßnahmen an gegenwärtige und zukünftige Klimabedingungen soll das Risiko auf ein akzeptables Maß gesenkt werden. Die Klimaresilienz wird in zwei Phasen geprüft.

Phase 1: Screening oder Prüfung
Zuerst werden die Klimarisiken für das geplante Fördervorhaben (Sensitivitätsanalyse) und für den geplanten Standort (Expositionsanalyse) bestimmt. Aus der Kombination von Sensitivität und Exposition wird dann die Anfälligkeit des Fördervorhabens gegenüber Klimarisiken abgeleitet (Anfälligkeitsanalyse).
Phase 2: Detaillierte Risikoanalyse
Die mit einem mittleren oder hohen Grad der Anfälligkeit ermittelten Klimavariablen werden einer detaillierten Risikobewertung unterzogen, indem die Wahrscheinlichkeit des Eintretens von klimatischen Schadensereignissen und eine Analyse der Auswirkungen erhoben werden. Die Kombination aus Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadensschwere (Auswirkungsgrad) führt dann im letzten Schritt zur Bewertung des Risikos.
Anpassungsmaßnahmen
Anpassungsmaßnahmen sind dann bereits Strategien um erhebliche Klimarisiken zu minimieren. Die Anpassungsmaßnahmen sind für jedes Klimarisiko einzeln zu erarbeiten und zu bewerten und dann in den Betrieb des Förderprojektes zu integrieren.
Download
EFRE-Klimaverträglichkeitsprüfung
- Leitfaden EFRE-Klimaverträglichkeitsprüfung
- Excel-Tool EFRE-Klimaverträglichkeitsprüfung
- Faltblatt EFRE-Klimaresilienzprüfung
WEITERE INFOrmationen
WEITERE INFOrmationen
Ihre Ansprechpartnerin und Ihr Ansprechpartner für die Klimaresilienzprüfung in Thüringen
Thüringer Landesamt für Umwelt, Bergbau und Naturschutz
Stabsstelle Klimawandel/Klimaanpassung
Frau Famke Geißler
Tel. 0361 573942185
famke.geissler@tlubn.thueringen.de
Herr Mark Schmidt
Tel. 0361 573942562
mark.schmidt@tlubn.thueringen.de

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