Unwettergefahren durch Starkregen in Thüringen

Konvektive Starkregenereignisse sind oftmals räumlich eng begrenzt und dauern meist nicht länger als eine Stunde. Die entladene Niederschlagsmenge über denbetroffenen Orten ist bezogen auf die kurze Niederschlagsdauer jedoch sehr hoch und oft nur über Oberflächenabfluss ableitbar. Lokale Sturzfluten, Hangrutschen und Schlammlawinen können die Folge sein. Für das Schadenspotential sind aus meteorologischer Sicht neben den topografischen und geologischen Bodengebenheiten, die Starkregenhäufigkeit, die Starkregenintensität und die Niederschlagsmenge entscheidend. Konvektive Starkregenereignisse können bei großflächigem und mehrtägigem Auftreten zu Hochwasser in Flüssen und Bächen führen.
In einer Stunde können durch Starkregen bis zu 10 % der gesamten Jahresniederschlagsmenge fallen!
Wo tritt Starkregen besonders häufig auf?
- Ostthüringen (besonders im Altenburger Land)
- Thüringer Wald und das Thüringer Schiefergebirge
Wo fallen Starkregenereignisse besonders heftig aus?
- Saale-Holzland-Kreis
- Landkreis Saalfeld‑Rudolstadt
- Landkreis Weimarer Land
- Ilm-Kreis
- Süden von Jena und Weimar
- Norden von Erfurt
- Südliche Saale-Orla-Kreis
- Südöstliche Teil des Landkreises Sömmerda
Starkregen in Thüringen - Poster

Sturzfluten
Sturzflutgefährdete Regionen sind Gebiete, in denen die Landbedeckung und die Hangneigung deren Entstehung begünstigen. In diesen können schon in wesentlich kürzeren Zeiten fallende größere Regenmengen zur Katastrophe führen. So braucht es beispielsweise nur eine Viertelstunde mit einer Intensität von 40 mm/h zu regnen, um einen großen Wassereimer pro Quadratmeter zu erhalten. Dadurch können in kürzester Zeit aus kleinen ruhigen Bächen alles mit sich reißende Fluten werden oder verheerende Schlammlawinen entstehen.
Weitere Informationen
- Starkregensituation in Thüringen
- Blitzschlag
- Niederschlagsverteilung
- Aktuelle Messwerte des TLUBN
- Klimabericht des letzten Monats
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