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Zur Sohlgleite umgebautes Zeisswehr in Saalefeld Rudolstadt
Bild des Hochwasserschutzes in der Ortslage Harras
Bild der Fischaufstiegsanlagen am Abschlagwehr zur Nebenhelme
Herstellen der Bild der Durchgängigkeit am Teilewehr Saale, Rudolstadt, Baustellenbesichtigung

Wasserbau und Gewässerunterhaltung

Auf dieser Seite und in den nachfolgenden Links finden Sie weitergehende Informationen zu den Themen der Gewässerunterhaltung und des Wasserbaus. Die Gewässerunterhaltung erhält und entwickelt die Gewässer und hält die wasserwirtschaftlichen Anlagen in Stand. Werden die Aufgaben größer werden sie durch den Wasserbau umgesetzt. Im Schwerpunkt sind das Aufgaben im Hochwasserschutz, der naturnahen Gewässerntwicklung und der Durchgängigkeit.

Für Fragen oder Hinweise bezüglich der Gewässerunterhaltung ist eine zentrale Mailadresse und Telefonnummer eingerichtet. Sie lauten

Mail: gu@tlubn.thueringen.de
Tel.: 0361 57 39 42 888

Unter dem Link Projekte sind die Bauprojekte, Konzepte und Methoden des Wasserbaus und unter dem Link EFRE die durch den Europäischen Fond für Regionale Entwicklung geförderten Projekte zusammengestellt. Zudem finden Sie auf weiteren Seiten Fachinformationen zu hydraulischen Berchnungen (Hydraulik), integralen Hochwasserschutzkonzepten , zur Gewässerentwicklung, zum Herstellen der Durchgängigkeit an Querbauwerken für die im Wasser lebenden Organismen, sowie Hintergründe zum Vorkaufsrecht und eine Download der Richtlinie, die die Entschädigung bei Überflutungen nach Rückverlegung von Deichen regelt.

Ziel der Aufgabenwahrnehmung

Wasserwirtschaftliches Ziel ist es, die Gewässer und Auen Thüringens als Lebensgrundlage nachhaltig zu entwickeln und sie so widerstandsfähig gegenüber den Folgen des Klimawandels zu machen. Hierzu werden im TLUBN neue Methoden entwickelt, Fachdaten erhoben sowie Konzepte erstellt. Auf Basis der Konzepte entstehen Planungen, die umgesetzt werden.

Naturnahe Gewässer und Auen haben vielfältige Funktionen für den Wasser- und Naturhaushalt. Sie speichern Wasser, so dass es in Hochwassersituationen in geringerem Maße und verzögert zum Abfluss kommt. Durch besseren Wasserrückhalt sind naturnahe Auen auch gegenüber lang anhaltenden Trockenheiten widerstandsfähiger. Je größer der Bereich ist, der den Gewässern für den Abfluss zur Verfügung steht, desto geringer bleiben die Wasserspiegel und desto langsamer fließt das Wasser ab. Das reduziert die Gefahr im Hochwasserfall. Auch bieten naturnahe Gewässer mit vielfältigen Lebensräumen bei extremer Trockenheit oder Hochwasser ihren Bewohneren mehr Schutz. Sind die Gewässer überdies vernetzt und nicht durch Querbauwerke in viele Segmente unterteilt, dann können sich die Lebensräume gut entwickeln und nach Extremereignissen wieder besiedeln.

Die Handlungsschwerpunkte, die naturnahe Gewässerentwicklung, die Durchgängigkeit und der Hochwasserschutz sind miteinander verwoben. So wird bei Hochwasserschutzprojekten darauf Wert gelegt, den Gewässern so viel Raum wie möglich zu geben und so viel naturnahe Gewässerentwicklung wie möglich zuzulassen. Müssen Hochwasserschutzanlagen errichtet werden, werden sie so weit wie möglich vom Gewässerbett entfernt angeordnet. Es werden Gewässerrenaturierungen und Projekte zum Herstellen der Durchgängigkeit durchgeführt.

Für die Gewässerentwicklung gilt die Zielstellung, dass sich die Gewässer selber entwickeln sollen. Solange dadurch keine erhöhte Gefahr für hochwertige Infrastruktur entsteht sind Kolke zu belassen, ebenso Kiesbänke. Beide haben eine wichtige Funktion für den Lebensraum Gewässer. Durch die Veränderung des Gewässerbetts ändern sich die Eigentumsverhältnisse. Die Regeln dazu finden sich in den §§ 8 bis 12 des Thüringer Wassergesetz. Im § 12 ist zudem geregelt, wann und durch wen Ufer wiederhergestellt werden dürfen. Das TLUBN gibt Hinweise zum Umgang mit § 12 ThürWG.

Es ist ein besonderes Anliegen des TLUBN, die Gewässer und Auen für die Menschen als Lebens- und Erholungsräume zu erhalten und zu entwickeln. Die Erlebbarkeit der Gewässer hat einen eigenen Stellenwert in den Projekten.

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