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Gefasster Quellaustritt der Quelle des Bärenbach in Neuhaus am Rennweg,
Bild: ThLG mbH

Grundwasser

Grundwasser zählt zu den wichtigsten Ressourcen auf unserer Erde. Dies setzt einen verantwortungsvollen Umgang bezüglich des Schutzes und der nachhaltigen Bewirtschaftung voraus. Hierfür schaffen das Wasserhaushaltsgesetz und das Thüringer Wassergesetz den erforderlichen Rechtsrahmen. Um das Grundwasser sach- und fachgerecht bewirtschaften zu können ist es wichtig, die einzelnen Grundwasserkörper in ihrem Umfang genau zu kennen und idealerweise über viele Jahre bereits beobachtet zu haben. Somit können Rückschlüsse über ihre Entwicklung gezogen werden, die wiederum die Grundlage für mögliche Schutzmaßnahmen bilden.

Was ist Grundwasser?

Bei Grundwasser handelt es sich um unterhalb der Erdoberfläche vorkommendes Wasser, das die Hohlräume der einzelnen Gesteine und Sedimente ausfüllt und dessen Bewegung nahezu ausschließlich durch die Schwerkraft bestimmt wird (DIN 4049). Das Wasserhaushaltsgesetz definiert Grundwasser als „das unterirdische Wasser in der Sättigungszone, das in unmittelbarer Berührung mit dem Boden oder dem Untergrund steht“. Gespeist wird es in unserem humiden Klima hauptsächlich durch die Versickerung von Niederschlägen und Wasser aus oberflächlich abfließenden Gewässern.

Grundwasservorkommen

Grundwasservorkommen sind grundsätzlich an Hohlräume im Untergrund gebunden. Gesteine und Sedimente die diese enthalten, werden als Grundwasserleiter bezeichnet, da sie dadurch in der Lage sind, Grundwasser zu transportieren. Dabei können drei Arten von Grundwasserleitern unterschieden werden.

Porengrundwasserleiter: Diese bestehen aus Ablagerungen, die Hohlräume in Form ihrer Porosität besitzen. Somit handelt es sich hierbei meist um klastische Sedimente die aus Kies, Sand und Ton mit wechselnden Anteilen bestehen.

Kluftgrundwasserleiter: Der Wassertransport erfolgt hier durch Klüfte, Spalten, Risse und Trennflächen, die sich im Festgestein durch tektonische Beanspruchung ausgebildet haben.

Karstgrundwasserleiter: Ähnlich dem Kluftgrundwasserleiter, werden Karstgrundwasserleiter ebenfalls aus Festgestein gebildet. Dabei fanden hier Lösungsprozesse statt, die zuvor entstandene Risse im Gestein zusätzlich vergrößert und aufgeweitet haben.

In den Umweltthemen des Kartendienstes des TLUBN findet sich die Kartendarstellung „Grundwasserleiter HÜK 1:200.000“.

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