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Aktuelle Publikationen des TLUBN Heft 1/2025 "Landschaftspflege und Naturschutz in Thüringen" erschienen


Deckblatt und Inhalt der aktuellen Ausgabe des LNT

Naturschutz ist eine Gemeinschaftsaufgabe – Heft 1 / 2025 „Landschaftspflege und Naturschutz in Thüringen“ erschienen

Gesetze, Verordnungen und politische Strategien bilden zweifellos eine wichtige Grundlage für den Naturschutz. Doch sie allein reichen nicht aus, um unsere Umwelt wirksam zu schützen. Sie müssen von allen Akteuren verstanden, akzeptiert und angewendet werden, denn Naturschutz ist eine Gemeinschaftsaufgabe, eine gesellschaftliche Entscheidung und eine gemeinsame Mission. Ein herausragendes Beispiel für solches Engagement ist der Naturschützer Peter Rode, dessen unermüdlicher Einsatz sowohl in seiner Tätigkeit bei einer Thüringer unteren Naturschutzbehörde als auch in seinem ehrenamtlichen Engagement in seiner Freizeit in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift „Landschaftspflege und Naturschutz in Thüringen“ gewürdigt wird. Seine Hingabe verdeutlicht, wie viel individuelle Verantwortung im kollektiven Schutz der Natur steckt. 

Dass viele Naturschutzprojekte auf das engagierte Wirken von ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern angewiesen sind, wird auch in weiteren Artikeln der aktuellen LNT deutlich: die Kartierungen zum Fetthennen-Bläuling; die akribischen Studien des Pomologen Sigurd Schossig; die sechs Auszeichnungen für den Thüringer Naturschutzpreis; die Mithilfe beim Monitoring des Fischotters in Thüringen. Die enge Zusammenarbeit zwischen vielfältig Beteiligten – von der Politik bis zum Bürger und der Bürgerin – muss Thüringen anerkennen und unterstützen – für den Erhalt unserer natürlichen Ressourcen.

Im ersten Hauptbeitrag der aktuellen „Landschaftspflege und Naturschutz in Thüringen“ präsentieren Jan Eckstein & Markus Preußing die Ergebnisse des Torfmoosmonitorings in Thüringen. Bei der erstmaligen Berücksichtigung der Torfmoose im Thüringer FFH-Monitoring wurden insgesamt 149 Stichprobenflächen mit Bewertung und weitere 228 Standorte mit einer Artenliste auf 121 Messtischblattquadranten untersucht. Dabei war ein Rückgang des Verbreitungsgebietes im Vergleich mit den Daten von 1980 bis 2018 zu verzeichnen. Um Arten und Populationen zu erhalten, empfehlen die Autoren u. a. Maßnahmen in den sauren Zwischen- und Hochmooren sowie in den basenreichen Nieder- und Quellmooren.

Tilmann Fruntke, Manfred Klöppel & Stella Schmigalle stellen den Leserinnen und Lesern im zweiten Hauptbeitrag eine wiederentdeckte Charakterart des Thüringer Schiefergebirges vor: den Fetthennen-Bläuling Scolitantides orion. Der seltene, besonders streng geschützte Tagfalter gilt in Deutschland als „stark gefährdet“ und in Thüringen als „Vom Aussterben bedroht“. Aktuelle Kartierungen zeigen erfreulicherweise, dass die Art im Thüringer Schiefergebirge weitaus häufiger vorkommt als bisher vermutet und regelmäßig entlang der Saale-Stauseen und -Seitentäler verbreitet ist.

In weiteren Beiträgen stellen Gabriel Leicht & Anke Rothgänger das Thüringer Praxiszentrum Feldhamsterschutz als gelungenes Beispiel einer engen Zusammenarbeit zwischen Naturschutz und Landwirtschaft vor und Jürgen Pusch beschreibt die Aktivitäten zum Erhalt ‚Harzer Hellrindigen Vogelkirsche‘. Nichtheimische Vorkommen der Mauereidechse Podarcis muralis in Thüringen und ihr Schutzstatus stehen im Mittelpunkt des Beitrags von Heiko Uthleb & Klaus Böhm. Nancy Kühnel würdigt die Gewinner des Thüringer Naturschutzpreises 2024 mit dem Thema „Stadtnatur, Landnatur: meine Natur“ und Maria Schmalz informiert über die aktuelle Verbreitung des Fischotters Lutra lutra in Thüringen. Sarah Ziegler, Juliane Vogt & Lars Ludwig widmen sich einem Pilotprojekt zum Erhalt der Population des Frauenschuhs Cypripedium calceolus am Grünen Band.

Komplettiert wird das Heft durch eine Würdigung Peter Rodes zum 65. Geburtstag sowie die Besprechungen einer aktuellen Fachpublikation.

Die Hefte der Zeitschrift „Landschaftspflege und Naturschutz in Thüringen“ sind über das Thüringer Landesamt für Umwelt, Bergbau und Naturschutz zu beziehen oder ab Heft 1/2024 kostenfrei unter https://tlubn.thueringen.de/lnt herunterzuladen. Möchten Sie über das Erscheinen der Hefte informiert werden, dann schreiben Sie eine kurze Mail an: lnt@tlubn.thueringen.de.

Hintergrund:

Die Zeitschrift „Landschaftspflege und Naturschutz in Thüringen“ erscheint in der Regel vierteljährlich. Das jeweils letzte Heft des Jahrgangs ist ein Sonderheft, das sich einem Schwerpunktthema widmet. Die Zeitschrift erscheint seit 1964 unter dem gleichen Namen und gehört damit zu den in Deutschland am längsten kontinuierlich erscheinenden Fachzeitschriften des Themengebietes. Sie dient u. a. Behördenmitarbeiterinnen und -mitarbeitern, Büros für Landschaftspflege, Landschaftsplanung und Naturschutz, amtlichen und ehrenamtlichen Naturschützerinnen und Naturschützern, Studentinnen und Studenten und der interessierten Öffentlichkeit als Arbeits-, Informations- und Austauschmedium. Das Redaktionskollegium der Zeitschrift unter der Leitung der Abteilung Naturschutz des Thüringer Landesamtes für Umwelt, Bergbau und Naturschutz besteht aus Vertretern des amtlichen und ehrenamtlichen Naturschutzes, der Thüringer Hochschulen sowie Thüringer Naturkundemuseen. Die Beiträge stammen aus einem breiten Autorenkreis von Aktiven aus allen Bereichen der Landschaftspflege und des Naturschutzes.

 

Kontakt für Presse / Journalist:innen

Nils Fröhlich
Pressesprecher

Göschwitzer Str. 41
07749 Jena

Tel.:
+49 361 573942502

E-Mail:
nils.froehlich@tlubn.thueringen.de

 

Über das Landesamt

Das Thüringer Landesamt für Umwelt, Bergbau und Naturschutz (TLUBN) ist die obere Landesbehörde im nachgeordneten Bereich des Thüringer Ministeriums für Umwelt, Energie und Naturschutz. Wir sind für Bürger:innen, Unternehmen, Institutionen und die Politik des Freistaates die zentrale Behörde in allen Umweltbelangen. Wir übernehmen ressortintern Fach- und Vollzugsaufgaben insbesondere in den Bereichen Wasserwirtschaft, Bergbau und Geologie, Chemikaliensicherheit, Strahlenschutz, Immissionsschutz, Klimaanpassung, Bodenschutz, Abfallwirtschaft, Marktüberwachung, Gentechnik sowie Naturschutz und Landschaftspflege.

Unsere circa 670 Mitarbeiter:innen arbeiten in der Behördenzentrale in Jena und weiteren Außenstandorten in Weimar, Gera, Suhl, Sondershausen, Bad Salzungen und Niederpöllnitz sowie in der Staatlichen Vogelschutzwarte in Seebach.

Nach Inkrafttreten des Thüringer Verwaltungsreformgesetzes wurde das TLUBN am 1. Januar 2019 durch Zusammenführung der ehemaligen Thüringer Landesanstalt für Umwelt und Geologie (TLUG) in Jena, der Abteilung Umwelt des Landesverwaltungsamtes in Weimar und des Thüringer Landesbergamtes (TLBA) in Gera gegründet. Für weitere Informationen zum TLUBN besuchen Sie unsere Website unter https://tlubn.thueringen.de.

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