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Niedrigwassersituation in Thüringen: 2025 von Trockenheit und sinkenden Grundwasserständen geprägt Neuer Statusbericht zur Niedrigwassersituation in Thüringen, Stand: 15. Dezember 2025 erschienen


Thüringer Niedrigwasserbericht, Stand: 15. Dezember 2025
Stausee Burgkhammer

Das Thüringer Landesamt für Umwelt, Bergbau und Naturschutz hat den aktuellen Statusbericht zur Niedrigwassersituation in Thüringen herausgegeben. Er zeigt ein Jahr 2025, das von außergewöhnlicher Trockenheit und sinkenden Grundwasserständen geprägt ist. Der Bericht stützt sich auf die jüngsten Auswertungen des Deutschen Wetterdienstes und des Copernicus-Klimawandeldienstes, wonach die Mitteltemperatur im hydrologischen Sommerhalbjahr (Mai bis Oktober) bei 14,9 °C lag und damit 1,5 °C über dem langjährigen Durchschnitt.

Diese anhaltende Wärme, gepaart mit deutlich geringeren Niederschlägen, hat erhebliche Auswirkungen auf die Wasserverfügbarkeit im Freistaat. Mit 364 Millimetern Niederschlag im Hydrologischen Sommerhalbjahr 2025 lag der Niederschlag um 3 Prozent unter dem vieljährigen Mittel und um 9 Prozent unter dem Mittelwert der Periode 1991–2020. Infolgedessen traten in den Thüringer Flüssen, Bächen, Teichen und Seen häufiger Niedrigwasserphasen auf als im Vorjahr. Die Füllstände der Talsperren bewegen sich zwar noch im für die Jahreszeit üblichen Bereich, sind allerdings verbreitet die geringsten der letzten fünf Jahre zu dieser Zeit.

Besonders auffällig ist der flächendeckende Rückgang der Grundwasserstände. Zwischen März und Oktober 2025 wiesen 61 % der Messstellen niedrige Werte auf – mehr als doppelt so viele wie im niederschlagsreicheren Jahr 2024. Auch die Bodenfeuchte erreichte an mehreren Standorten historische Tiefstwerte.

Der Statusbericht, der auch die regionalen Auswirkungen und die Entwicklung der Niedrigwassersituation dokumentiert, zeigt einmal mehr, wie der Klimawandel die Wasserverfügbarkeit, den Landwirtschaftssektor und die Versorgungssicherheit in Thüringen zunehmend herausfordert.

Weitere Informationen und den vollständigen Bericht finden Sie auf der Website des Thüringer Landesamtes für Umwelt, Bergbau und Naturschutz: www.tlubn-thueringen.de/Statusbericht.

Kontakt für Presse / Journalist:innen

Nils Fröhlich
Pressesprecher

Göschwitzer Str. 41
07749 Jena

Tel.:
+49 361 573942502

E-Mail:
nils.froehlich@tlubn.thueringen.de

 

Über das Landesamt

Das Thüringer Landesamt für Umwelt, Bergbau und Naturschutz (TLUBN) ist die obere Landesbehörde im nachgeordneten Bereich des Thüringer Ministeriums für Umwelt, Energie und Naturschutz. Wir sind für Bürger:innen, Unternehmen, Institutionen und die Politik des Freistaates die zentrale Behörde in allen Umweltbelangen. Wir übernehmen ressortintern Fach- und Vollzugsaufgaben insbesondere in den Bereichen Wasserwirtschaft, Bergbau und Geologie, Chemikaliensicherheit, Strahlenschutz, Immissionsschutz, Klimaanpassung, Bodenschutz, Abfallwirtschaft, Marktüberwachung, Gentechnik sowie Naturschutz und Landschaftspflege.

Unsere circa 670 Mitarbeiter:innen arbeiten in der Behördenzentrale in Jena und weiteren Außenstandorten in Weimar, Gera, Suhl, Sondershausen, Bad Salzungen und Niederpöllnitz sowie in der Staatlichen Vogelschutzwarte in Seebach.

Nach Inkrafttreten des Thüringer Verwaltungsreformgesetzes wurde das TLUBN am 1. Januar 2019 durch Zusammenführung der ehemaligen Thüringer Landesanstalt für Umwelt und Geologie (TLUG) in Jena, der Abteilung Umwelt des Landesverwaltungsamtes in Weimar und des Thüringer Landesbergamtes (TLBA) in Gera gegründet. Für weitere Informationen zum TLUBN besuchen Sie unsere Website unter https://tlubn.thueringen.de.

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