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Thüringen baut digitales Bodenfeuchte-Messnetz auf – wichtige Hilfe für Landwirtschaft, Forst und Umwelt


Foto und schematische Darstellung einer Bodenfeuchte-Messstelle
Foto und schematische Darstellung einer Bodenfeuchte-Messstelle, Foto: Tino Rödiger (TLUBN), 2025

Das Thüringer Landesamt für Landwirtschaft und Ländlichen Raum (TLLLR), das Thüringer Landesamt für Umwelt, Bergbau und Naturschutz (TLUBN) sowie ThüringenForst (ThüringenForst-AöR, FFK Gotha) entwickeln gemeinsam eine neue digitale Plattform zur Erfassung und Darstellung der Bodenfeuchte im Freistaat.

Ziel: Ein öffentlich zugängliches Informationsportal

Kernstück des Projekts ist der Aufbau eines landesweiten Bodenfeuchte-Messnetzes. Die gesammelten Daten sollen in einem frei zugänglichen Online-Portal bereitgestellt werden. Bürgerinnen und Bürger, Fachleute aus Land- und Forstwirtschaft sowie Verwaltung und Wissenschaft können dort künftig aktuelle Informationen zur Bodenfeuchte in Thüringen abrufen – anschaulich, repräsentativ für die gesamte Fläche Thüringens und stets auf Grundlage aktueller Daten.

Ergänzt wird das Messnetz durch:

  • Wetterdaten des Deutschen Wetterdienstes (DWD),
  • agrarmeteorologische Daten des TLLLR,
  • sowie Satellitendaten aus dem europäischen Copernicus-Erdbeobachtungsprogramm.

Warum ist Bodenfeuchte so wichtig?

Die Bodenfeuchte ist ein zentraler Indikator für den Zustand unserer Böden – und damit für die gesamte Umwelt. Sie beeinflusst:

  • das Pflanzenwachstum,
  • die Wasserspeicherung und den Wasserhaushalt,
  • den Eintrag und Abbau von Schadstoffen im Boden,
  • und liefert frühzeitige Hinweise auf Dürre und Trockenheit.

Damit ist sie entscheidend für eine nachhaltige Landnutzung, die Klimavorsorge und den Schutz unserer natürlichen Lebensgrundlagen.

Mehr Wissen für bessere Entscheidungen

Die neue Plattform hilft dabei, fundierte Entscheidungen zu treffen – zum Beispiel:

  • bei der Planung effizienterer Landbewirtschaftung hinsichtlich Aussaat, Befahrbarkeit, und Bewässerung,
  • in der Land- und Forstwirtschaft zur Einschätzung von Trockenrisiken,
  • bei der Gefährdungsabschätzung vor Bodenerosion oder Degradation,
  • und bei der Erstellung hydrologischer Modelle und Umweltanalysen.

Ein Beitrag zur Klimaanpassung in Thüringen

Mit dem geplanten Ausbau des Messnetzes leistet Thüringen einen wichtigen Beitrag zur Stärkung der Klimaresilienz. Durch eine bessere Datengrundlage wird es möglich, schneller auf Wetterextreme zu reagieren und langfristige Strategien zum Schutz unserer natürlichen Ressourcen zu entwickeln.

Kontakt für Presse / Journalist:innen

Nils Fröhlich
Pressesprecher

Göschwitzer Str. 41
07749 Jena

Tel.:
+49 361 573942502

E-Mail:
nils.froehlich@tlubn.thueringen.de

 

Über das Landesamt

Das Thüringer Landesamt für Umwelt, Bergbau und Naturschutz (TLUBN) ist die obere Landesbehörde im nachgeordneten Bereich des Thüringer Ministeriums für Umwelt, Energie und Naturschutz. Wir sind für Bürger:innen, Unternehmen, Institutionen und die Politik des Freistaates die zentrale Behörde in allen Umweltbelangen. Wir übernehmen ressortintern Fach- und Vollzugsaufgaben insbesondere in den Bereichen Wasserwirtschaft, Bergbau und Geologie, Chemikaliensicherheit, Strahlenschutz, Immissionsschutz, Klimaanpassung, Bodenschutz, Abfallwirtschaft, Marktüberwachung, Gentechnik sowie Naturschutz und Landschaftspflege.

Unsere circa 670 Mitarbeiter:innen arbeiten in der Behördenzentrale in Jena und weiteren Außenstandorten in Weimar, Gera, Suhl, Sondershausen, Bad Salzungen und Niederpöllnitz sowie in der Staatlichen Vogelschutzwarte in Seebach.

Nach Inkrafttreten des Thüringer Verwaltungsreformgesetzes wurde das TLUBN am 1. Januar 2019 durch Zusammenführung der ehemaligen Thüringer Landesanstalt für Umwelt und Geologie (TLUG) in Jena, der Abteilung Umwelt des Landesverwaltungsamtes in Weimar und des Thüringer Landesbergamtes (TLBA) in Gera gegründet. Für weitere Informationen zum TLUBN besuchen Sie unsere Website unter https://tlubn.thueringen.de.

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