Die Abfallwirtschaftsbilanz 2024 des Thüringer Landesamtes für Umwelt, Bergbau und Naturschutz (TLUBN) zeigt ein insgesamt differenziertes Bild: Während die Menge an Restabfällen und Leichtverpackungen (LVP) nahezu unverändert blieb, stieg die der biologischen Abfälle spürbar an. Dagegen setzt sich der rückläufige Trend beim Altpapier fort.
Mit 188 Kilogramm pro Einwohner blieb das Pro-Kopf-Aufkommen an Restabfällen fast unverändert (2023: 183 kg). Damit liegen die Mengen weiter deutlich unter den pandemiebedingten Höchstwerten der Jahre 2021 und 2022.
Besonders ins Gewicht fällt der Anstieg bei den Bioabfällen: Mit 117 Kilogramm pro Einwohner liegt das Aufkommen um rund zehn Prozent über dem Vorjahreswert. Der Zuwachs resultiert nach Auffassung des TLUBN vor allem aus einer stärkeren Erfassung von Grüngut.
Beim Altpapier ist der rückläufige Trend ungebrochen. 2024 wurden pro Einwohner 54 Kilogramm erfasst – ein weiteres Minus gegenüber 2023 (55 kg) und ein deutlicher Rückgang im Vergleich zu 2019 (63 kg). Die Menge an Leichtverpackungen blieb mit rund 39 Kilogramm pro Einwohner konstant.
Hintergrund:
Mit der jährlichen Abfallwirtschaftsbilanz liefert das TLUBN einen umfassenden Überblick über Aufkommen, Zusammensetzung, Entsorgungswege und -kosten der Siedlungsabfälle in Thüringen. Zusätzlich werden die gefährlichen Abfälle bilanziert und weitere abfallwirtschaftliche Daten wie Haldenverwertung, Bergbauabfälle und Deponiemengen ausgewertet. Alle Abfallwirtschaftsbilanzen des Freistaats stehen online unter https://tlubn.thueringen.de/abfallbilanz zur Verfügung.
