Anteil erneuerbarer Energien am Energieverbrauch
Beschreibung
Unter erneuerbaren Energien werden Energien aus Quellen bezeichnet, welche sich kurzfristig von selbst erneuern oder deren Nutzung nicht zur Erschöpfung der Quelle beiträgt. Hierzu zählen u.a. Wasserkraft, Windkraft, Solarenergie, Biomasse, Biogas und Geothermie.
Der Primärenergieverbrauch ist eine Energiedarbietung vor der Umwandlung in End- oder Nutzenergie. Er ergibt sich somit von der Entstehungsseite her als die Summe aus der Gewinnung in Thüringen, den Bestandsveränderungen sowie dem Saldo aus Bezügen und Lieferungen. Primärenergieträger sind Energieträger, die keiner Umwandlung unterworfen werden. In Thüringen sind das Stein- und Braunkohle (roh), Erdgas, Klärgas sowie die erneuerbaren Energien.
Der (Brutto-) Endenergieverbrauch umfasst die Verwendung der aus den Primärenergieträgern erzeugten Energie (z.B. Strom oder Wärme) in Industrie, Verkehr, Haushalten und Gewerbe, Handel und Dienstleistungen unter Berücksichtigung des Eigenverbrauchs der Kraftwerke und der Transport- und Leitungsverluste.
Der Parameter »Anteil erneuerbarer Energien am (Brutto-) Stromverbrauch« setzt sich aus der Nettostromerzeugung, dem Stromaustauschsaldo über die Landesgrenzen sowie dem Eigenverbrauch der Kraftwerke und den Netzverlusten zusammen. Im Stromaustauschsaldo sind alle Stromim- und -exporte berücksichtigt. Insofern werden auch die Netzverluste und der Eigenverbrauch der Kraftwerke in voller Höhe eingerechnet.
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Aussage
Erneuerbare Energien werden künftig den wichtigsten Baustein der Energiewende darstellen. Der ausgewiesene Anteil Erneuerbarer Energien veranschaulicht die Fortschritte im Bereich des Klimaschutzes, da der Einsatz von fossilen Brennstoffen ersetzt und die Emission des klimaschädlichen Kohlendioxids vermieden wird. Darüber hinaus vermindern erneuerbare Energien die Abhängigkeit von Energieimporten und leisten einen Beitrag zur Ressourcenschonung und Stärkung regionaler Wirtschaftskreisläufe.
Bewertung
Alle drei Parameter entwickelten sich bis 2015 stetig steigend und schwankten seitdem leicht auf dem jeweiligen Niveau. Die Gesamtentwicklung ist positiv zu bewerten, da hierdurch Schadstoffbelastungen und Kohlendioxidemissionen vermieden wurden. Im bundesweiten Vergleich liegt Thüringen knapp über dem Bundesdurchschnitt. Es besteht jedoch weiterhin Bedarf beim Ausbau der erneuerbaren Energien.
Ansprechpartner
Thüringer Landesamt für Umwelt, Bergbau und Naturschutz
Referat 14 | Informationstechnik, Digitalisierung
Kurt Detzner
Telefon: +49 361 57 3942 211
E-Mail: kurt.detzner@tlubn.thueringen.de
Webseite: https://tlubn.thueringen.de/
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