Nitratgehalt des Grundwassers
Beschreibung
Der Indikator gibt den prozentualen Anteil der Messstellen im überblicksweisen Messnetz Grundwasserbeschaffenheit (UEB) an, bei denen 25 mg/l Nitrat (Indikator für anthropogen beeinflusstes Grundwasser) und 50 mg/l Nitrat (Schwellenwert der GrwV; Qualitätsnorm des Anhanges I der Grundwasserrichtlinie, Maßnahmenwert der Nitratrichtlinie sowie Grenzwert der Trinkwasserverordnung) überschritten werden.
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Aussage
Hohe Nitratgehalte im Grundwasser haben negative Auswirkungen. Beispielsweise können Ökosysteme eutrophieren oder die menschliche Gesundheit kann beeinträchtigt werden.
Die Abbildung zeigt die Anteile der Messstellen im überblicksweisen Messnetz Grundwasserbeschaffenheit (UEB) mit Überschreitungen größer 25 mg/l Nitrat (Besorgniswert der EG-Nitratrichtlinie) bzw. größer 50 mg/l (Schwellenwert der Grundwasserverordnung und Maßnahmenwert der EG-Nitratrichtlinie). Von 2008 bis 2019 sind die Anteile an Messstellen mit Schwellenwertüberschreitung leicht ansteigend. Ab 2020 deutet sich eine fallende Tendenz der Überschreitung der Schwellenwerte für Nitrat im Grundwasser an.
Bewertung
Die Nitratbelastung im Grundwasser ist für die Jahre 2008 bis 2022 dargestellt. Der Anteil der Messstellen mit Nitratgehalten über 25 mg/l lag in den Jahren 2008 – 2022 zwischen 36 % und 54 % und für über 50 mg/l zwischen 21 % und 30 %. Die Werte der prozentualen Anteile an Messwerten über 25 mg/l Nitrat und über 50 mg/l schwanken in Thüringen stark. Ein signifikanter sinkender Trend ist daraus nicht ableitbar.
Beide Parameter bewegen sich auf einem sehr hohen Niveau. Zum Schutz unserer Wasserversorgung ist eine Reduzierung der Nitrateinträge ins Grundwasser dringend nötig.
Ansprechpartner
Thüringer Landesamt für Umwelt, Bergbau und Naturschutz
Referat 14 | Informationstechnik, Digitalisierung
Kurt Detzner
Telefon: +49 361 57 3942 211
E-Mail: kurt.detzner@tlubn.thueringen.de
Webseite: https://tlubn.thueringen.de/
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