Nachhaltigkeit in Wirtschaft und Konsum sowie Kreislaufwirtschaft und Ressourcenschonung
Die Ressourcen der Erde sind endlich und auch künftige Generationen haben ein Recht darauf, von einer funktionsfähigen Umwelt zu profitieren. Gesamtgesellschaftliche Ziele wie die wirtschaftliche Entwicklung, technologischer Fortschritt, Wohlstand und Lebensqualität müssen daher mit einem nachhaltigen Umgang mit natürlichen Ressourcen erreicht werden. Insbesondere die Dekarbonisierung stellt die Thüringer Wirtschaft vor einen umfassenden und tiefgreifenden Transformationsprozess. Arbeit sollte den Menschen ein gutes Leben ermöglichen und die Gesundheit sowie das soziale Leben nicht beeinträchtigen. Deshalb engagiert sich die Landesregierung auch für gute und faire Arbeitsbedingungen im Freistaat und für die Sicherung von ausreichenden Fachkräften.
Zum nachhaltigen Wirtschaften zählen vor allem das Bewusstsein für die Herstellung von Produkten mit einem geringen ökologischen Fußabdruck, die Ressourceneffizienz, eine effiziente und möglichst umfängliche Kreislaufwirtschaft sowie die Nutzung regionaler Wertschöpfungsketten. Im Hinblick auf nachhaltigen Konsum gilt es u. a. Verbraucherinnen und Verbraucher für die globalen Auswirkungen von Kaufentscheidungen zu sensibilisieren und auf die Vorteile von alternativen Konsummodellen mit umweltfreundlicheren und fair gehandelten Produkten hinzuweisen. Um das Spektrum nachhaltiger Produktion und nachhaltigen Konsums besser nutzen zu können und innovative Lösungsansätze dafür zu finden, sollen Forschung und Entwicklung in Thüringen bestmöglich gefördert und unterstützt werden.
Armutsgefährdungsquote
Die Armutsgefährdungsquote ist ein Indikator zur Messung relativer Einkommensarmut. Die Quote wird definiert durch den Anteil der Personen mit einem Äquivalenzeinkommen von weniger als 60 Prozent des Medians der Äquivalenzeinkommen der Bevölkerung in Privathaushalten.
Verdienstabstand zwischen Frauen und Männern
Lohnunterschiede zwischen Frauen und Männern sind ein Zeichen für soziale Ungleichheit. Die Entgeltunterschiede von Frauen und Männern in Thüringen sind nach wie vor vorhanden. Dies liegt u.a. daran, dass viele Berufe immer noch geschlechtsspezifisch präferiert sind. Zudem gibt es Branchenunterschiede in der Entlohnung. Ein gewisser durchschnittlicher Entlohnungsunterschied wird dahingehend statistisch unvermeidlich bleiben. Anzustreben ist vielmehr eine qualitative Angleichung im Sinne von gleichem Lohn für gleiche Arbeit.
Frauen in Führungspositionen und Gremien in der Landesverwaltung
Frauen und Männer sind nach Artikel 3 Absatz 2 Satz 1 des Grundgesetzes und Artikel 2 Absatz 2 Satz 1 der Thüringer Verfassung gleichberechtigt. Trotz dieser verfassungsrechtlichen Vorgabe gibt es im Alltag von Frauen und Männern weiterhin Unterschiede. Aus diesem Grund steht die Durchsetzung der Chancengleichheit von Frauen und Männern im politischen Handeln im Fokus. Mit Hilfe von „Gender Mainstreaming“ wurden viele Vorhaben zur Überwindung der Unterschiede auch in Thüringen auf den Weg gebracht.
Rohstoffproduktivität
Eine effizientere Verwendung von Rohstoffen ist ein zentrales Ziel der Nachhaltigkeitspolitik. Die Rohstoffproduktivität drückt aus, wie effizient abiotische Primärmaterialien in Thüringen eingesetzt werden, um das jeweilige Bruttoinlandsprodukt zu erwirtschaften. Je mehr Wertschöpfung aus einer Einheit eingesetzter Rohstoffe erwirtschaftet wird, umso wirkungsvoller ist deren Einsatz.
Verhältnis der Bruttoanlageinvestitionen zum BIP in jeweiligen Preisen
Die wirtschaftliche Leistungskraft und die Wettbewerbsfähigkeit einer Volkswirtschaft hängen entscheidend von den Investitionen der Unternehmen und des Staates ab. Mit Investitionen in neue Ausrüstungen und Forschung und Entwicklung werden Innovationen generiert und damit Wettbewerbsfähigkeit und Märkte – und somit auch Beschäftigung – gesichert oder ausgeweitet. Investitionen, z. B. in Energieeinsparmaßnahmen an Gebäuden, die Realisierung umwelteffizienter Produktionstechniken oder die Herstellung umweltgerechter Güter, können dazu beitragen, die Energie- und Ressourceneffizienz zu steigern.
Bruttoinlandsprodukt je Einwohner
Das Bruttoinlandprodukt (BIP) ist Ausdruck der gesamten im Inland in einem bestimmten Zeitraum, beispielsweise innerhalb eines Jahres, entstandenen wirtschaftlichen Leistung. Seine Entwicklung wird als wichtiger Indikator für Konjunktur und Wachstum einer Volkswirtschaft angesehen.
Erwerbstätigenquote, Frauen, Ältere und insgesamt
Aufgrund des demografischen Wandels (alternde Gesellschaft) kann es langfristig einen Mangel an Arbeitskräften in Deutschland geben. Außerdem droht wegen der Verschiebung des Zahlenverhältnisses zwischen Rentnern und Beitragszahlern eine zunehmende Unterfinanzierung der sozialen Sicherungssysteme. Daher ist es erforderlich, die vorhandenen Arbeitskräftepotenziale künftig noch besser auszuschöpfen.
Private und öffentliche Ausgaben für Forschung und Entwicklung
Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung (F+E) sind eine wichtige Bestimmungsgröße für das Innovationstempo einer Volkswirtschaft. Je höher die Ausgaben sind, desto größer ist die Aussicht auf eine dynamischere Entwicklung der Produktivität, ein stärkeres Wirtschaftswachstum, eine verbesserte Wettbewerbsfähigkeit und nicht zuletzt die Chance, dass sich unsere Produktions- und Konsummuster in Richtung Nachhaltigkeit weiterentwickeln.
Gini-Koeffizient zur Einkommensverteilung
Der Gini-Koeffizient oder auch Gini-Index ist ein statistisches Maß, das zur Darstellung von Ungleichverteilungen entwickelt wurde. Der Gini-Koeffizient zeigt auf, wie gleichmäßig oder ungleichmäßig das Einkommen (verfügbares Äquivalenzeinkommen) in der Bevölkerung verteilt ist.
Treibhausgasemissionen
Der Klimawandel ist eine der größten Herausforderungen für die Menschheit. Der anthropogene Treibhauseffekt ist ein globales Problem mit regionalen Verursachern und Folgen. Treibhausgase entstehen mengenmäßig vorwiegend bei der Verbrennung fossiler Energieträger wie Kohle, Erdöl und Erdgas. Der überwiegende Teil der THG-Emissionen ist damit energiebedingt.

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Ansprechpartner
Thüringer Landesamt für Umwelt, Bergbau und Naturschutz
Referat 14 | Informationstechnik, Digitalisierung
Kurt Detzner
Telefon: +49 361 57 3942 211
E-Mail: kurt.detzner@tlubn.thueringen.de
Webseite: https://tlubn.thueringen.de/
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