Schutz der biologischen Vielfalt, nachhaltige Ernährungssysteme, Land- und Forstwirtschaft
Thüringen ist eines der artenreichsten Bundesländer und das „grüne Herz Deutschlands“. Biologische Vielfalt ist dabei weit mehr als Tier- und Pflanzenreichtum. Sie schließt Wälder, Gewässer, Moore und auch landwirtschaftlich genutzte Flächen mit ein. Die biologische Vielfalt zu bewahren, ist der Schlüssel für eine nachhaltige Entwicklung. Nur so ist eine lebenswerte Existenz für jetzige und künftige Generationen möglich. Für den Menschen sind viele Leistungen der Natur Grundvoraussetzung für ein gutes Leben: saubere Luft, sauberes Trinkwasser, gesunde Ernährung, ausgeglichene Temperaturen oder CO2-Speicher sind nur ein kleiner Teil des unschätzbaren Nutzens, den wir Menschen aus einer großen Biodiversität ziehen. Sie geht jedoch mehr und mehr verloren, was unsere Lebensgrundlage gefährden kann. Es gilt also, Ressourcen und Potenziale zu nutzen, wirkungsvolle Maßnahmen umzusetzen und Akteure zu koordinieren, um die biologische Vielfalt zu stärken.
Die Landesstrategie zur Erhaltung der biologischen Vielfalt (2012) zeigt, dass der Freistaat seine Verantwortung ernst nimmt, die Natur zu schützen. Die Thüringer Naturschutzerklärung fasst zudem wichtige Punkte des Thüringer Naturschutzes zusammen und adressiert sie gegenüber der Politik. Den gesetzlichen Rahmen geben das Bundes- und das Thüringer Naturschutzgesetz vor – hier achtet der Freistaat darauf, dass die Standards nicht abgesenkt werden.
Weil Artenschutz nicht an Landesgrenzen endet, orientiert sich die Landesregierung in ihrem Handeln auch an nationalen Strategien und Leitlinien zum Schutz der Biodiversität wie z. B. der Nationalen Strategie zur Biologischen Vielfalt, Nature Restauration Law, Waldstrategie 2020, Agrarbiodiversitätsstrategie des BMEL, Aktionsprogramm Insektenschutz oder dem Masterplan Stadtnatur.
Phosphor in Fließgewässern
Grundwasser und Oberflächengewässer werden durch Nährstoffeinträge belastet. Hierdurch verschlechtern sich die Lebensbedingungen von Tieren und Pflanzen in aquatischen Lebensräumen vor Ort und auch die menschliche Gesundheit kann beeinträchtigt werden.
Nitrat im Grundwasser
Grundwasser und Oberflächengewässer werden durch Nährstoffeinträge belastet. Hierdurch verschlechtern sich die Lebensbedingungen von Tieren und Pflanzen in aquatischen Lebensräumen vor Ort und auch die menschliche Gesundheit kann beeinträchtigt werden.
Stickstoffüberschuss
Stickstoff ist einer der wichtigsten Pflanzennährstoffe. In der Landwirtschaft wird Stickstoff durch Düngung auf die Nutzflächen ausgebracht, um die mit dem Pflanzenanbau verbrauchten Nährstoffe zu ersetzen und die Erträge, die Qualität von Ernteprodukten sowie die Bodenfruchtbarkeit zu sichern. Aus ökologischen und ökonomischen Gründen kommt es dabei besonders auf die effiziente Ausnutzung des Nährstoffes an.
Anpassung an den Klimawandel – Waldzustand und Waldumbau
Bodenversauerung, Schadstoffeinträge und erhöhte Nährstoffkonzentrationen aus der Luft sowie zunehmend der Klimawandel und die damit einhergehenden Wetterextreme bedeuten Stress für die Wälder. Dies verringert ihre Vitalität und macht sie anfälliger für biotische (Schädlingsbefall) und abiotische (z. B. Trocknis, Sturm) Schadfaktoren.
Ökologischer Landbau
Ökologischer Landbau ist besonders auf Nachhaltigkeit ausgelegt. Er erhält und schont die natürlichen Ressourcen in besonderem Maße, hat vielfältige positive Auswirkungen auf Natur und Umwelt und dient der Erzeugung qualitativ hochwertiger Lebensmittel. Darüber hinaus leistet er einen Beitrag zur Pflege und zum Erhalt der Kulturlandschaft und zur Sicherung der Beschäftigung im ländlichen Raum.
Landwirtschaftsflächen mit hohem Naturwert (HNV-Farmland-Indikator)
HNV (High Nature Value) Farmland wird als der Teil der Agrarlandschaft verstanden, der sich durch einen hohen Naturwert auszeichnet. Dieser hängt von der Intensität der Flächennutzung und von der Ausstattung des Agrarraums mit nicht oder kaum landwirtschaftlich genutzten Strukturelementen ab. Das HNV-Farmland besteht somit aus Flächen und Elementen, die eine extensiv genutzte, reich strukturierte Agrarlandschaft ausmachen und die Grundlage für eine hohe Artenvielfalt bilden.
Anteil der streng geschützten Gebiete
Schutzgebiete sind ein wichtiges Instrument des Naturschutzes. Bedeutend sind die naturschutzrechtlich streng geschützten Gebiete, die insbesondere dem Arten- und Biotopschutz dienen. Gemäß Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) sind dies Naturschutzgebiete (§ 23 BNatSchG), Nationalparke (§ 24 BNatSchG) und Biosphärenreservate (§ 25 BNatSchG). Bei Biosphärenreservaten werden nur Kern- und Pflegezonen (Zonen I und II) berücksichtigt, die gleichwertig wie Naturschutzgebiete geschützt sind.
Artenvielfalt und Landschaftsqualität
Der Indikator „Artenvielfalt und Landschaftsqualität“ liefert Informationen zur Artenvielfalt, zur Landschaftsqualität und zur Nachhaltigkeit der Landnutzung. Dies geschieht anhand der Bestandsentwicklung ausgewählter Vogelarten, die stellvertretend für viele andere Tierarten die Qualität der Lebensräume und somit auch den Grad der Nachhaltigkeit der Flächennutzung anzeigen.
Adipositas bei Kindern zum Zeitpunkt der Einschulungsuntersuchung
Bereits im Kindes- und Jugendalter bedingen Übergewicht und Adipositas (starkes Übergewicht) vielfältige gesundheitliche Probleme. Ausgrenzung und sozialer Rückzug sind die Folgen, die zusätzlich zu gesellschaftlichen Problemen führen. Hinzu kommt, dass ein Großteil der bereits adipösen Kinder und Jugendlichen auch im Erwachsenenalter an Adipositas leidet.
Ansprechpartner
Thüringer Landesamt für Umwelt, Bergbau und Naturschutz
Referat 14 | Informationstechnik, Digitalisierung
Kurt Detzner
Telefon: +49 361 57 3942 211
E-Mail: kurt.detzner@tlubn.thueringen.de
Webseite: https://tlubn.thueringen.de/
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