Hörsel, Neubau Brücke Karolinenstraße
Baubeginn 2024
Aktuelle Informationen
Daten
Ortsangabe: | Eisenach |
Gewässer: | Hörsel |
Wasserkörper: | Untere Hörsel |
Flussgebietseinheit: | Weser |
Typ und Bezeichnung der Maßnahme: | 319_01_TH - Maßnahmen des Gewässerausbaus zur Verbesserung des Abflussvermögens, Freihaltung und Vergrößerung des Hochwasserabflussquerschnitts im Siedlungsraum und Auenbereich |
Ausgeführte Variante: | Ersatzneubau Brückenbauwerk und angrenzende Verkehrsanlage, Umverlegung von Medienleitung, Gestaltung Freiflächen |
Maßnahmen-ID Landesprogramm: | 1991 |
Umsetzungszeitraum: | 2024-2027 (Bauzeit) |
Kosten der Maßnahme: | 7.900.000 € (Gesamtkosten) |
Träger: | Freistaat Thüringen, |
Finanzierung: | Europäischer Fond für Regionale Entwicklung, |
Veranlassung
Gemäß ThürWG § 31 Abs. 1 und § 57 Abs. 1 ist das TLUBN als Unterhaltungspflichtiger für die Gewässer I. Ordnung für die Planung und Umsetzung von wasserwirtschaftlichen Maßnahmen zur Gewährleistung des Hochwasserschutzes zuständig.
Das TLUBN beabsichtigt das Stadtgebiet von Eisenach vor seltenen Hochwasserereignissen der Hörsel von 279 m³/s (entspricht nach derzeitigem Stand einem HQ100 + 10 %) und hochwertige Industrie- und Infrastrukkturanlagen im Bereich der Industriegebiete „Auf den Gries“ und „Auf dem Werth“ vor einem Hochwasserabfluss der Hörsel von 336,6 m³/s (entspricht nach derzeitigem Stand einem HQ200) zu schützen. Die geplanten Maßnahmen sind notwendig, um den Hochwasserschutz entsprechend des Hochwasserschutzkonzeptes für Eisenach umzusetzen. Die Maßnahmen ist Teil des Landesprogrammes Hochwasserschutz.
Zielstellung
Der Hochwasserschutz der Stadt Eisenach ist ein Gesamtvorhaben. Es reicht von der Mündung der Hörsel in die Werra bis zur östlichen Stadtgrenze Eisenachs an Hörsel und Nesse. Das Vorhaben wird in mehreren Abschnitten realisiert. Für die Betrachtung der örtlichen Hochwasserschutzmaßnahmen wurden die Hörsel und die Nesse im Stadtgebiet Eisenach in 5 Bereiche unterteilt. Es wurden 5 Maßnahmenkomplexe (MK I - V) gebildet. Der Ersatzneubau der Brücke Karolinenstraße ist Teil des Maßnahmenkomplex III (MK III).
Der Ersatzneubau der Brücke überführt die Karolinenstraße über die Hörsel und dient damit auch der Herstellung des Hochwasserschutzes im innerstädtischen Bereich
Im Ergebnis der Hochwasserschutzplanungen für Eisenach steht fest, dass die bestehende Karolinenbrücke nicht auf den Bemessungsabfluss HQ(100) von 279 m³/s ausgelegt ist. Für die Herstellung des Hochwasserschutzes Eisenach im innerstädtischen Bereich ist der Ersatzneubau der Brücke unter Berücksichtigung der Planwasserspiegellage gemäß Bemessungsabfluss mit 279 m³/s zwingend erforderlich. Die bestehende Karolinenbrücke ist im Bestand im Fall größerer Hochwasserereignisse eingestaut. Aufgrund der damit verbundenen Verklausungsgefahr und des mangelnden Freibords wurde sich dazu entschlossen, die Karolinenbrücke mit ausreichender Höhe der Konstruktionsunterkante neu zu errichten.
Umsetzung
Im Vorfeld des Brückenabbruchs und Ersatzneubaus sind im Rahmen der Baufeldfreimachung umfangreiche Leitungsumverlegungen notwendig. Der Ersatzneubau der Brücke wird als einfeldriges Rahmenbauwerk geplant und als Stahlbetonverbund-konstruktion (Fertigteile mit Ortbetonergänzung) ausgebildet. Im Anschluss erfolgt die Anhebung und Neugestaltung der Verkehrsanlage im Kreuzungsbereich.
Die bauliche Umsetzung erfolgt von Herbst 2024 bis Sommer 2027.
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