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Ausleitung der Mündung
Strukturelement in Abschnitt 7
Vorprofilierung Abschnitt 9
neues Gerinne Abschnitt 9
Ausleitung Abschnitt 9
Mündung Schwobach
Leine Luftbild 2

NGE Leine MK II, Initiierung eigendynamischer Entwicklung der Leine im Abschnitt 4 bis 7, 9, 12 + 13 – Maßnahmenkomplex II

Baubeginn 2023

Aktuelle Informationen

Daten

Ortsangabe:

unterhalb Heilbad Heiligenstadt bis Marth, Landkreis Eichsfeld

Gewässer:

Leine

Wasserkörper:

Leine

Flussgebietseinheit:

Weser

Typ und Bezeichnung der Maßnahme:

070_00_TH - Maßnahmen zur Habitatverbesserung durch Initiieren / Zulassen einer eigendynamischen Gewässerentwicklung inkl. begleitender Maßnahmen

311_01_TH – Maßnahmen zur Verbesserung des natürlichen Wasserrückhalts durch Gewässer- und Auenrenaturierung

Maßnahmen-ID Landesprogramm:

03239 / 03237 / 08236 / 03110

Umsetzungszeitraum:

2023 - 2027 (Bauzeit)

Kosten der Maßnahme:

4.500.000 € (Gesamtkosten)

Träger:

Freistaat Thüringen, 
Thüringer Landesamt für Umwelt, Bergbau und Naturschutz

Finanzierung:

Europäischer Fond für Regionale Entwicklung, 
Freistaat Thüringen

Veranlassung

Gemäß ThürWG § 31 Abs. 1 in Verbindung mit WHG § 27 Abs. 1 ist das TLUBN als Unterhaltungspflichtiger für die Planung und Umsetzung von wasserwirtschaftlichen Maßnahmen zur Gewässerentwicklung an Gewässern I. Ordnung zuständig. In dieser Verantwortlichkeit obliegt dem TLUBN auch die Umsetzung von Maßnahmen zur Erreichung des guten ökologischen Zustands im Oberflächenwasserkörper Leine gemäß EU-WRRL.

Als wesentliche Hemmnisse der Zielerreichung gelten neben den Belastungen durch Nährstoff-, Feinsedimenteinträge und Pflanzenschutzmittel auch hydromorphologische Degradationen der Gewässer durch Verbauungen und Begradigungen sowie durch Wehre unterbrochene Durchgängigkeit der Fließgewässer. Auf der Grundlage der Auswertung der Gewässerstrukturgütekartierung wurden geeignete Maßnahmen zur Verbesserung der Gewässerstruktur der Leine abgeleitet. Das Projekt ist Teil des Landesprogrammes Gewässerschutz.

Zielstellung

Entwicklungsziel ist die Wiederherstellung eines naturnahen Gewässerzustandes sowie die Wiederherstellung des Gewässer-Auenkontaktes unter Steigerung der natürlichen Retentionswirkung im betrachteten Gewässerabschnitt.

Der Maßnahmenkomplexes (MK) II betrifft die Gewässerabschnitte 4 -7, 9, 12 und 13 der Leine im Landkreis Eichsfeld. Auf einer Gewässerlänge von in Summe ca. 7,33 km werden in den einzelnen Gewässerabschnitten strukturverbessernde Maßnahmen baulich umgesetzt. Zur Erhöhung der morphologischen Strukturvielfalt werden unter anderem Uferabflachungen und Aufweitungen hergestellt, Strömungslenker (Totholzelemente oder Steinbuhnen bzw. Störsteine) eingebaut. Zur Zulassung einer eigendynamischen Gewässerentwicklung werden Ufersicherung und Gehölze teilweise zur Entfesselung des Gewässerbettes entnommen und Ausleitungsstrecken grob vorprofiliert. Die Mündungsbereiche der einbindenden Nebengewässer werden strukturell aufgewertet. Die Absenkung von Vorlandbereichen führt zur Entwicklung von sekundären Ersatzauen als Pufferbereich zu angrenzenden landwirtschaftlichen Nutzflächen sowie zur Schaffung von Retentionsflächen.

Naturnahe, reich strukturierte und saubere Gewässer gelten als wesentliche Voraussetzung für eine entsprechende Klimaresilienz.

Umsetzung

Die bauliche Umsetzung erfolgt in drei Bauabschnitten von Februar 2023 bis Oktober 2027.

  1. Bauabschnitt:  Leine Abschnitt 7 + 9 (Gemarkungen Hessenau sowie Uder und Schönau),
  2. Bauabschnitt:  Leineabschnitt 4 bis 6 (Gemarkung Marth)
  3. Bauabschnitt: Leine Abschnitt 12 + 13 (Gemarkungen Heiligenstadt, Rengelrode und Uder

 

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