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Pleiße, Hochwasserschutz Gößnitz

Aktuelles

Aktuelle Informationen folgen.

Informationen / Historie

  • Im Frühjahr 2025 wurde der im Bauabschnitt 1, angrenzend zum Festplatz, vorhandene Spielplatz demontiert und im Bereich „Am alten Malzwerk“ wiederaufgebaut. Zusammen mit den seitens der Stadt Gößnitz installierten Spielgeräten entstand so eine große Spiel- und Freizeitfläche.

  • In den Monaten Januar/Februar 2025 erfolgten im Bauabschnitt 1 bauvorbereitende Gehölzentnahmen zur Gewährleistung einer für die bautechnische Umsetzung notwendigen Baufreiheit.

Daten

Ortsangabe:

Gößnitz

Gewässer:

Pleiße

Wasserkörper:

Mittlere Pleiße (2)

Flussgebietseinheit:

Elbe

Typ und Bezeichnung der Maßnahme:

317_02_TH - Neubau und Erweiterung einer Hochwasserschutzanlage; 

Ausgeführte Variante:

 

Maßnahmen-ID Landesprogramm:

8258

Umsetzungszeitraum:

2026 - 2030 (Bauzeit)

Kosten der Maßnahme:

3,0 Mio € (Gesamtkosten)

Träger:

Freistaat Thüringen, 
Thüringer Landesamt für Umwelt, Bergbau und Naturschutz

Finanzierung:

Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes" (GAK)

Veranlassung

Die Notwendigkeit zur Erneuerung / Erweiterung des Hochwasserschutzes ergibt sich aus der Gefährdungslage der Stadt Gößnitz bei einem hundertjährlichen Hochwasser des Gewässers Pleiße und den daraus resultierenden Schäden. Das letzte verheerende Hochwasser in Gößnitz ereignete sich im Jahr 2013 und zeigte einmal mehr, dass der Hochwasserschutz an der Pleiße in Gößnitz verbessert und nachhaltig gestaltet werden muss.

Beim Hochwasser 2013 konnten zwar die bereits nach dem Hochwasser 2002 errichteten Hochwasserschutzmauern und Deichanlagen unterhalb der Brücke zum Bahnhof – Schmöllner Straße die Wassermassen bordvoll abführen. Die Altanlagen oberhalb der Bahnhofbrücke wurden jedoch großflächig überströmt.

Zielstellung

Als wasserwirtschaftliche Zielstellung wird die Optimierung des technischen Hochwasserschutzes für die Ortslage Gößnitz verfolgt. Zudem wird auch eine Verbesserung des natürlichen Hochwasserrückhaltes angestrebt.

Auf der Grundlage hydraulischer Berechnungen wurden mögliche Varianten zur Verbesserung des Hochwasserschutzes untersucht und hinsichtlich der Wirksamkeit, Wirtschaftlichkeit, naturschutzrechtlicher sowie gewässerökologischer Gesichtspunkte verglichen.

Ableitend daraus sind eine Kombination von diversen Einzelmaßnahmen geplant, die in ihrer Gesamtheit einen kontrollierten, gesicherten Hochwasserabfluss gewährleisten. Hierzu gehören sowohl die Rückverlegung von Hochwasserschutzanlagen, Errichtung von Hochwasserschutzwänden, Geländemodellierungen und eine Laufverlegung des Gewässers Pleiße.

Umsetzung

Das Plangebiet umfasst einen südlichen Abschnitt, im Nachfolgenden Bauabschnitt 1 genannt, sowie einen nördlichen Abschnitt, im Nachfolgenden Bauabschnitt 2 genannt (vgl. Übersichtskarten Plangebiet).

Der Bauabschnitt 1 erstreckt sich von Pleiße-km 63+350 bis 62+875. Die östliche Begrenzung bildet die Straße „Freiheitsplatz (Stadthalle). Auf der Westseite erfolgt die Begrenzung durch die Bahnlinie. Nördlich erfolgt die Abgrenzung durch die Bahnhofbrücke (Schmöllner Str.), südlich durch das angrenzende Gewerbegebiet (Straße „Am Sand“).

Der Bauabschnitt 2 erstreckt sich von Fluss-km 62+725 bis 62+300 und befindet sich nördlich des Stadtzentrums in der Nähe des Bahnhofs. Die westliche Begrenzung bildet die hier verlaufende Hochwasserschutzmauer. Die östliche Abgrenzung des Baubereiches verläuft entlang der Wohngrundstücke der August-Bebel-Straße. Nördlich verläuft der Bauabschnitt bis ca. 100 m unterhalb der Fußgängerbrücke, südlich bis ca. Fußgängerbrücke am Schöpfwerk.

Die Baumaßnahmen in den beiden Bauabschnitten werden zeitlich getrennt ausgeführt.

1. Bauabschnitt (südlicher Abschnitt)

  • Ersatzneubau einer Hochwasserschutzanlage an Stelle des vorhandenen Deichkörpers im Bereich der Straße „Am Sand“, Länge ca. 150 m
  • Rückbau des vorhandenen Deiches und Neubau einer rückversetzten Hochwasserschutzwand, Länge ca. 350 m (Bereich Festplatz)
  • Geländeprofilierung und –abflachung zur Vergrößerung des Retentionsraumes und Zulassen einer begrenzten Gewässerentwicklung
  • Umsetzung von ingenieurbiologischen Maßnahmen zur Verbesserung der Gewässerstruktur und Gewässerentwicklung

2. Bauabschnitt (rechte Gewässerseite):

  • Verlagerung und Aufweitung Abflussprofil auf die rechte Gewässerseite
  • Errichtung einer Unterhaltungsberme auf der linken Gewässerseite (Herstellung Erreichbarkeit vorhandener HWS-Mauer)
  • rechtsseitig Herstellung einer Verwallung zur Gewährleistung eines Freibordes bei HQ2013 und als Trassenführung für einen Rad-/Gehweg im Zuge einer neuen Wegebeziehung zwischen Goethestraße und August-Bebel-Straße, Länge ca. 300 m sowie der Anbindung an die vorhandene Fußgängerbrücke über die Pleiße, Länge ca. 200 m
  • Geländeprofilierung und –abflachung zur Vergrößerung des Retentionsraumes und Zulassen einer begrenzten Gewässerentwicklung
  • Umsetzung von ingenieurbiologischen Maßnahmen zur Verbesserung der Gewässerstruktur und Gewässerentwicklung

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